Montana´s Odyssee
Phase 1:
Angefangen hat alles am 30.03.1999. Rikki hatten wir gerade mal 6 Wochen bei uns. Es war Sonntagmorgen und wir waren dabei unser Wohnzimmer aufzubauen. Da klingelte das Telefon und unser Kumpel Thomas hing an der Strippe. Ob wir nicht Lust hätten mit auf den Volkswandertag zu gehen - Wir verneinten. Daraufhin fragte er uns, ob sie nicht die Hunde mitnehmen dürften, die Kinder hätten sich schon so auf die 2 gefreut. Nach kurzem ratschlag entschieden wir uns - Montana durfte mit, Rikki sollte Zuhause bei uns bleiben. Es war das erste Mal, daß wir einen unserer Hunde aus der Hand gaben, ein komisches Gefühl.
Wir schufteten und hatten dann den Wohnzimmerschrank und die Eckbank fertig aufgebaut. Es war schon spät ich glaube so um die 17.00Uhr. Ich rief Tom auf dem Handy an, er meinte sie seien gerade auf der Rückfahrt. Wir warteten schon auf unsere kleine Maus. Die Tür ging auf und die Horde kam hereingestürmt Montana allen
voran. Das erste was mir ins Auge sprang - Montana lahmte hinten links. Ich fragte dann vorsichtig was sie denn hat, unsere Freunde meinten, sie wüßten es eigentlich auch nicht bis zum Auto wäre sie noch völlig normal gelaufen - ihr wäre wohl das Bein
eingeschlafen. Als ich nachschaute war dann jedoch schon eine leichte Schwellung zu sehen. Da ich jedoch niemanden beunruhigen wollte, sagte ich nichts. Es ging Montana dann jedoch rasant schlechter, das Gelenk schwoll immer stärker an und nachdem sich die anderen verabschiedet hatten, rief ich beim Tierarzt an.
Die TA meinte wir sollten es sofort kühlen und würde es bis 20.00Uhr nicht besser müßten wir sofort kommen. Wir kühlten und kühlten, Montana stöhnte vor Schmerzen, sie konnte sich fast nicht mehr bewegen. Es wurde immer schlimmer. 20.00Uhr - endlich - ich rief wieder an und schilderte ihr die verschlimmerte Sachlage. Nun kam die absolute Härte - Zitat, das werde ich nie vergessen! " Ach wissen Sie es ist Sonntag Abend, ich habe jetzt keine Lust mehr, kommen sie morgen früh." Ich: Der Hund hat aber wahnsinnige Schmerzen! Sie. "Dann belastet sie das Bein schon nicht" Ich: ich bin berufstätig, kann nicht einfach morgens wegbleiben, Hund müßte in diesem Zustand bis abends ausharren. Das war ihr völlig egal, sie hatte einfach keine Lust mehr. Ich verstehe ja, daß auch ein TA mal Feierabend möchte, aber es war ein Notfall, sie hatte vorher selbst gesagt, daß wir kommen müßten wenn es sich durch kühlen nicht bessert. So nun standen wir da mit unseren Sorgen.
Ich beauftragte Axel unsere Tierklinik in Reichenberg bei Würzburg anzurufen - ob sie Notdienst hätten. Währenddessen fuhr ich nach Hause zu meiner Mutter, dort hatte ich vom eigenen Kreuzbandriß noch solche speziellen Kühlbeutel die beweglich bleiben und länger kühlen aufbewahrt. Wieder in Mulfingen angekommen, sagte Axel wir könnten in die Klinik kommen, sie hätten immer Bereitschaft. Es war nun schon spät. Wir baten die Eltern auf Rikki aufzupassen, richteten das Auto für Montana her. Dann fuhren wir los. Irgendwie kamen wir unterwegs im Gespräch auf die Klinik, da sagte Axel Höchberg. Ich stutze sagte, wir sind doch aber immer in Reichenberg. Na egal, in dem Moment waren wir einfach nur froh um diese Zeit noch eine Klinik an der Hand zu haben, die unsere Maus noch untersuchen würde, also ab nach Höchberg.
Wir kamen dann ca. gegen 23.30Uhr an. Jede Berührung verursachte Montana weitere
Schmerzen, sie zitterte am ganzen Körper, konnte nicht aufstehen geschweige denn laufen. In der Praxis bekam sie als allererstes etwas gegen die starken Schmerzen, Das Sprunggelenk hatte riesige Dimensionen angenommen. Dann wurde geröntgt - ohne Befund, kein Bruch. Eine große Last viel in diesem Moment von uns. Es wurde dann ein starkes Schleimbeuteltrauma diagnostiziert. Montana bekam eine Gipsschiene ans Bein. Am nächsten Tag hieß es dann Nachkontrolle, ich vereinbarte mit der Klinik, daß die weitere Behandlung Vorort bei uns geschehen sollte, da die Fahrtzeiten einfach zu lange wären.
Also ging’s hier zu einem TA bei dem ich bisher noch nicht war, der mir aber wärmstens empfohlen wurde. Auch hier wurde berufend auf die Röngtendiagnose eine Schleimbeutelentzündung festgestellt. Es wurde eher schlechter wie besser. Dann fuhren wir in die Tierklinik nach Reichenberg. Es wurde vereinbart, daß die Bilder von Höchberg angefordert werden sollten um Montana weiteres röntgen zu ersparen. Ich fuhr dann wöchentlich die 1 Std. zur Kontrolle hin. Höchberg schickte die Bilder nicht. Sie sollten wiederholt angefordert werden. Dann bekamen wir auch hier die Diagnose Schleimbeuteltrauma. zurück
Nach 6 Wochen war es kein bisschen besser - im Gegenteil es verschlechterte sich weiter. Ich fuhr hin und wollte die Bilder noch mal überprüft haben. Jetzt stellte sich heraus, daß sie nicht gekommen waren, der TA war ehrlich er hatte es dann echt vergessen und war sich auch 200% sicher, daß es eine Schleimbeutelentzündung wie im Lehrbuch sei. Es wurden dann verschiedene Beuge - Strecktest gemacht - verdacht Bänderriß, an dieser Stelle wäre wenig zu machen gewesen. Wir entschieden uns jetzt nicht mehr auf die Bilder von Höchberg zu warten sondern sofort zu röntgen.
1/2 Stunde später hatte ich das Ergebnis kein Bänderriß aber ein komplizierter Karpalgelenksbruch. Es wurde gefragt ob wir sie einschläfern lassen wollten, da sie ja kein "wertvoller" Hund sei. Ich war außer mir, obwohl ich weiß, daß es keiner böse meinte, das waren einfach die Erfahrungen der Klinik zum Verhältnis der Menschen zu Ihrem Partner Hund. Nach sieben Wochen wurde Montana dann operiert. Viel Hoffnung wurde uns nicht gemacht. Wenn es gelingen würde, könnte sie max. 2-3 km am Tag wieder laufen. uns war alles egal Hauptsache sie hätte keine Schmerzen mehr.
Es wurde wirklich eine harte Zeit. Nach 2 Wochen stand ich kurz vor dem Zusammenbruch, beim Gipswechsel knackte Montanas Bein so komisch und es trat minimal Blut aus der Naht heraus. Ich sah genauer hin und entdeckte einen Nagel der sich gelöst hatte. Panik, wieder nachts in die Klinik und OP. Es konnte nur der Nagel entfernt werden, ein neuer zu setzen war nicht möglich. Die letzte hinterbliebene Schraube muß jetzt alles halten. Man macht uns wenig Hoffnung. Es wird Sommer, aufgrund meiner Verbandstechnischen Erfahrungen darf ich inzwischen den Gipsverband selber Zuhause machen, das Bein wird aufgrund der langen Dauer und Hitze langsam wund.
Jeden Tag nach der Arbeit nehme ich den Gips ab, und setzte mich bis zur Schlafenszeit auf den Boden zu Montana, damit Luft ans Bein kommt. Sie darf auf keinen Fall belasten. Dann August der Gips darf weg. Ich mache ihn aber nach Absprache mit TA an Spaziergängen zur Sicherheit ran. Montana läuft ja seit OP damit wie wenn nichts wäre. Mit unserem Sausewind ist mir das sonst zu gefährlich. Ende September ist sie ihn dann endlich ganz los. Sie läuft sehr schön. Völlig lahmheitsfrei, das Muskelaufbautraining schlägt an.
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Phase 2:
Jahresende 1999: Montana hat nach wie vor Schwierigkeiten mit Sitz. Bilde ich es mir ein oder steht sie schwer auf? Doch sie ist etwas schwerfällig nach längerem liegen. Wir zerbrechen uns noch nicht sonderlich den Kopf darüber. Auch wechselnder unsauberer Gang vorne bringt uns noch nicht in Alarmbereitschaft. Wir führen es auf die Fehlbelastung/Überlastung zurück.
Es läßt uns doch keine Ruhe wir fahren in die Klinik. Es wird vorne komplett geröntgt und ein Borreliosetest gemacht. Ebenso wie die Untersuchung der Hinterhand alles ohne Befund. Unsere eigene Einschätzung bezüglich Über- Fehlbelastung wurde bestätigt, bzw. würde sich nach Entfernung des Metalls von alleine geben.
Anfang 2000 wir lassen das Metall entfernen. Nun sollen sich nach Aussage der Tierklinik die restlichen Schwierigkeiten vollends geben. Ich weiß nicht, habe kein gutes Gefühl. Das Problem mit Sitz nimmt zu. Auch die Schwierigkeiten mit dem aufstehen werden schleichend stärker. Die ersten Schritte lahmt sie. Immer wieder auch unsauberer Gang vorne. Bekannte sehen nichts, meinen ich sehe Gespenster!
Wieder Tierklinik. Es kann nichts festgestellt werden. Mai 2000 gehen wir zu einem homöopathisch arbeitenden Tierarzt in Bad Mergentheim da ich manchmal das Gefühl habe Montana wäre schnell schlapp. Allerdings vermute ich, daß ich mir das nur einbilde aufgrund Infos über den plötzlichen Herztod beim Dobermann. Egal zur Vorsicht, da bei dieser "Krankheit" eine Lahmheit vorne links auftritt. Wir lassen ein großes Blutbild bei beiden Hunden anfertigen. Montana wird komplett durchuntersucht und wir wollten ein EKG.
Der Behandlungstisch wackelt, Montana und seltsamerweise auch Rikki haben vor dem TA Angst. Montana schlottert und zittert wie Tier beim EKG - wieder ein Borreliosetest. . Das EKG muß er erst auswerten. Befund der Blutuntersuchung: Beide Hunde zu hohe Nierenwerte, bei Rikki verdacht auf Würmer, bei Montana noch andere Werte erhöht. Wir sollen Nierendiät machen, bekommen sau teures FeFu mit. Zudem behandelt er beide Hunde für 10 Tage mit Globuli. zurück
Nach über 2 Wochen bangen Wartens bekommen wir den Befund des EKG - sie hätte einen kleinen Herzfehler. Der Ausschlag nach unten wäre 2 mal zu stark gewesen. Dann stille am Telefon. Ich frage und nun, was können wir nun zur Stärkung und Unterstützung des Herzens tun, aus diesem Grund wollten wir ja das EKG? HMMMM, jaaaa man könnte schon was zur Vorsorge machen. Wieder Stille. Ich noch mal ja, was können wir den machen? Wieder hmmm, jaaaa, er könne mir ja Globuli geben. Als ich diese dann abholte fragte ich wegen der Nierenwerte nach. Nö da müsse man nichts machen, das wäre jetzt ok. Einen Blutest zur Kontrolle lehnte er kategorisch ab. Als ich dann noch wissen wollte, wie es weitergehen sollte wenn ich die Globuli fürs Herz gegeben habe, geriet der TA völlig ins stocken. Ich hackte das ganze ab und beschloß weitere Erkundigungen über diese so genannte Herzerkrankung einzuholen.
Nach ausgiebigen Erkundigungen im Netz scheint die Diagnose via EKG bei Montana nicht sonderlich aussagefähig zu sein. So starke Angstzustände würden das Ergebnis verfälschen. Daraufhin suchte ich nach einer Klinik die ein spezielles Diagnosegerät zur Verfügung hat.
Ab ging’s Sommer 2000 wieder nach Reichenberg. Hier wurde das Herz geschallt. Montana hat ein gesundes, gleichmäßig schlagendes Herz. Die Herzwände haben eine stabile, gleichmäßige Struktur. Eine Disposition zum plötzlichen Herztod stand zu 99% bei Montana nicht zur Diskussion. Irgendwelche gesundheitliche Einschränkungen kämen aufgrund des Herzens ebenfalls nicht in Frage. Ein durchgeführter Komplettcheck führte ebenfalls zu keinem Ergebnis. Montana war organisch gesund und vorallem fit!
Herbst 2000 jeder der Montana sieht, hält mich für verrückt. Keiner bemerkt den Schongang und die Schonhaltung. Eine Verdickung am Knie ist nur für mich sichtbar. Außer meiner besten Freundin bemerkt keiner die gesundheitlichen Probleme Montanas. Nur wer sie nach längerem liegen sieht bemerkt die inzwischen ausgeprägte Lahmheit.
Ich lasse sie in Bad Mergentheim bei meinem neuen TA röntgen. Verlange Bilder von der Wirbelsäule bis zu den Pfoten. Montana hält sich wirklich tapfer, richtig lieb hält sie still und bekanntlich ist ja das HD-Röntgen nicht gerade angenehm. Es wird aber nur Wirbelsäule + Hüfte geröntgt. TA zeigt mir die Bilder und teilt mir die Diagnose mit. Montana hätte leichte HD. Ich kann auf den Bildern nichts derartiges erkennen. Bin ja aber auch kein TA.
Wieder im Behandlungszimmer spreche ich Ihn noch einmal auf das Knie an. Frage ob es den nicht die Bänder sein können. Er garantiert mir, daß es auf keinen Fall an den Bändern liegen würde. Es wäre trotz der Forschung auch bis heute noch nicht bekannt warum Hunde mit leichter HD so starke Schmerzen und andere mit starker HD keine zeigen würden. Er gibt mir zum zufüttern Corsequin (oder so ähnlich mit). Ich habe wiedereinmal kein gutes Gefühl bei der Sache, das Knie will mir nicht aus dem Kopf.
Ich kenne einige Hunde mit starker HD. Keiner zeigt dieses Bein wegstrecken im Sitz. Im Gegenteil diese Hunde zeigen entgegengesetztes Verhalten. Die Beine werden nach innen eingedreht (Sprunggelenk liegt an Sprunggelenk) die Pfote zeigen nach außen weg - sieht aus wie ein V.
Ich werde nach verfüttern des Zusatzfutters wieder beim TA vorstellig. Keine Verbesserung. Ich verlange erneutes Röntgen, möchte Knie - Sprunggelenk- Pfote noch überprüft haben. Wieder kann ich mich nur sehr schwer durchsetzen, schaffe es dann aber doch. Als er dann beim röntgen wieder die Pfoten nicht mitmacht lasse ich mich leider breitschlagen. Die Diagnose an Knie und Sprunggelenk sind negativ - keine Arthrose oder sonstige Erkrankung zu erkennen. Ich bekomme wieder einen Futterzusatz mit - Korsamin. Soll mich wieder melden wenn es verfüttert ist. Nach ca. 6 Wochen werde ich wieder vorstellig - keine Besserung. Lt. TA hackt er das ganze ab, ich soll es lassen wie es ist. Für Schmerzmittel sei Montana noch zu jung.
Ich suche nach einem klassisch homöopathisch arbeitenden TA oder THP. In Rothenburg ob der Tauber werde ich fündig. Ich erkundige mich zuallererst über ihre Behandlungsmethoden und vereinbare dann einen Termin. Zuallererst schaut sie sich Montanas Gangbild an - hatte der erstige TA nicht gemacht. Sie sieht sofort die Schonhaltung sowohl im Stand alsauch im Gang. Auch erkennt sie die Verdickung am Knie. Als nächstes nimmt sie Blut ab, das sie selber direkt vor Ort untersucht. Es liegt
eine starke Entzündung im Körper vor. Montana zeigt einen leichten Borreliosetiter der daraufhin weist das sie einmal mit Borreliose infiziert wurde, der Körper die "Krankheit" aber selber reguliert und bekämpft hat.
Sie möchte eine Spinnengiftbehandlung durchführen. Aufgrund der doch recht hohen Schmerzen legt sie mir die 14tägige Gabe von Rimadyl sehr ans Herz. Dem stimme ich dann auch zu. Sie bekommt ihre erste Spritze Spinnengift. Das Rimadyl schlägt wenn überhaupt dann nur minimal an. Nach 2 Wochen fahre ich wieder zu der TA. Montana bekommt wieder Spinnengengift gespritzt. Es tritt keine Besserung ein. Von der TA kommt nicht mehr groß was rüber. Außer 450,00 DM Kosten ein Satz mit X - das war nix!
Beschäftige mich mit der noch relativ neuen Methode der Goldakupunktur. Telefoniere mit Reichenberg - TA meint in Montanas Fall ein Versuch wert. Mein TA in Mergentheim der homöopathisch arbeitet geht mich an - Zitat: "Frau Spitznagel jetzt werden sie aber kurios. Wissen Sie was das Kostet - ca.800,00 das ist ein Hund nicht wert. " Ich werde echt stinkig. Erkläre ihm, daß wir alles mögliche versuchen werden und wenn es 2.000,00DM kostet wenn Montana dadurch eine Chance auf Schmerzminderung bekommen könnte. zurück
Es ist zwischenzeitlich April 2001 nach langem Suchen und überlegen haben wir uns entschlossen eine Goldakupunktur bei Dr. Schulze in Kamen vornehmen zu lassen. Aus verschieden persönlichen Berichten im Internet wird seine ausgiebige Diagnosestellung und Freundlichkeit hervorgehoben. Ich schicke die Röntgenbilder bereits schonmal vorab nach Dortmund. Dann ist es soweit nach mehreren Kontaktgesprächen und Mails fahre ich Freitag früh los. Ich muß alleine fahren und es sind immerhin einfach über 400km. Axel bekommt nicht frei, das wird ein harter Tag. Ich bin wie immer frühzeitig vor Ort und habe zeit noch einen ausgiebigen Spaziergang mit den Hunden zu machen. Das Wetter gefällt mir nicht so recht, es ist recht feucht-schwül. Für eine Narkose nicht unbedingt mein Traumwetter.
Es ist Zeit. Dr. Schulze schaut sich die alten Bilder an. Gangbild wird mehr recht wie schlecht betrachtet. Auf meinen Hinweis bezüglich des Sitzproblems geht er nicht ein. Ich bin so sau nervös. Montana wird in Narkose gelegt und zur Vorsicht noch einmal geröntgt. Er möchte nur die rechte Seite punktieren. Montana hätte keine "richtige" HD. Bänder und Sehnen wären etwas überdehnt. Das würde sich nach der Akupunktur und dem Wegfall der Schmerzen wieder von alleine geben. Ich habe nun doch große Hoffnungen. Das ganze ist inkl. aufwachen in nicht einmal 1Std. vorbei. Ich fahre mit Montana wieder nach Hause. Die nächste Zeit ist etwas Schonung angesagt.
Nach 4 Wochen habe ich das Gefühl es wird schlechter. Ich telefoniere mit Dr. Schulze. Ich soll weiter abwarten, Montana darf wieder voll belastet werden. Es geht auf unseren Sommerurlaub in Italien zu. Montana geht es echt nicht gut. Ich rufe wieder an frage um Rat. Er meint, tja dann war’s wohl doch wie von Ihnen vermutet das Knie. Geben sie ihr doch Aspirin wenn sie schmerzen hat. In Italien gehen wir es ruhig an. Es pendelt sich wieder etwas ein. Das Klima scheint ihr Gutzutun.
Herbst 2001 es wird schlimmer. Montana läuft die ersten Schritte auf 3 Beinen. Mir bricht fast das Herz wenn ich das mit anschauen muß. Wir suchen nach weiteren Behandlungsmöglichkeiten. Wir finden in Michelstadt eine Tierpysiotherapeutin. Also auf geht’s ende des Jahres nach Michelstadt. Es ist eine echt Scheiß Strecke. Total kurvig und unübersichtlich, Fahrtzeit gute 1.15Std. Ich habe einen sehr guten Eindruck. Es wird massiert, mit Strom gearbeitet, heiße Rolle angewandt, stabilisierende Übungen durchgeführt und Übungen auf dem Boden gemacht. Zudem wird während der Massage/heißen Rolle/stabil. Arbeit noch Magnetfeldtherapie gemacht.
Montana fühlt sich sichtlich unwohl, entspannt sogar während der Massage nicht. Rikki darf bei den Übungen die auf dem Tisch stattfinden mit drauf, so hat er auch was von dem Magnetfeld. Es scheint nicht besser zu werden. Auch Montanas Unwohlsein wird nicht besser. Dann kommt der Mann der Therapeutin. Er ist Speziallist für Kniegeschichten. Betreut die Dt. Olympiateilnehmer der Fechtmannschaft. Er führt verschiedene Tests bei Montana durch. Das Knie ist hoch schmerzempfindlich. Er empfiehlt uns dringenst noch einmal einen TA aufzusuchen. Die Symptome kommen 100% aus dem Kniebereich.
Dezember 2001 ich fahre zum röntgen nach Reichenberg. Es wird noch mal komplett neu durchgeröntgt. Befund keine HD, keine Arthrose im Knie aber Schmerz kommt aus dem Knie. Rat des TA, wir sollen es lassen wie es ist, der Muskelabbau wäre ja noch zu vertreten. Einzige Möglichkeit zur Feststellung wäre Knieeröffnung und davon könnte er ohne konkreten Verdacht nur abraten.
Wieder bei der Krankengymnastik. Ich gebe wegen Befund Bescheid. Montana liegt wie immer auf dem Tisch und wird massiert. Sie dreht immer mehr den Kopf Richtung Knie. Da! Auf einmal springt Rikki einfach auf den Tisch und stellt sich quer über Montanas Bein. Ich verweise ihn wieder auf seine Decke. Er weigert sich, der sonst so liebe Hund stellt sich taub! Ich beharre auf meinen Befehl und setzte mich durch. Wieder beginnt die KG an dem Knie zu arbeiten. Wieder stellt sich Rikki dazwischen. Wir lachen noch und "Verjagen" ihn. Beim dritten Versuch schauen wir uns zweifelnd an.
Wir haben beide den gleichen Gedanken. Die KG spricht ihn dann aus - Rikki versucht Montana zu schützen. Er möchte nicht das wir weiter am Knie arbeiten, sie hat Schmerzen. KG möchte nicht weiterarbeiten, sie meint solche Hinweise sollten besser beachtet werden. Sie weißt mich auf die Möglichkeiten der Kernspintomograhpie hin. Sie waren vor kurzem in einer Spezialklinik für Tiere die nur Kernspin durchführt. Sie zeigte mir auch einen Artikel und ich notierte die Internetadresse. Wir vereinbaren die Behandlung nicht weiterzuführen bevor nicht der Grund der Lahmheit herausgefunden wurde. Dann läßt sie Montana für den Rest der Stunde angenehmes zukommen ohne jedoch ans Knie zu gehen. Jetzt ist Rikki zufrieden und schläft friedlich auf seiner Decke. zurück
Wir schmökern mal wieder im Netz. Was kommt für Montana in Frage. Ist Computertomographie oder Kernspintomographie die besser Wahl. Ich führe verschiedene Telefonate. Letztendlich fällt unsere Wahl auf die zwar einigeres teurere aber dafür effizientere Methode - Kernspintomographie. Aufgrund der Beratung entscheiden wir uns zusätzlich mit Kontrastmittel zu arbeiten - wenn schon denn schon. Februar 2002 - es ist soweit. Axel und ich fahren Richtung Bad Kreuznach dort hat die spezialisierte Firma Magnostic ihren Sitz. Als erstes bekommt Montana das Kontrastmittel gespritzt. Dann heißt es noch eine 1/2 Std. Gassi gehen damit sich das Mittel auch richtig verteilt. Es ist soweit. Montana bekommt ihre Narkose und die Ohrenschützer drauf, dann geht es ab in die Röhre. Nach ca. 1 Std. ist alles fertig, der Befund steht fest. Hochgradige Abfassung des vorderen Kreuzbandes, sowie starke Kontrastmittelablagerung in beiden Menisken. Montana kommt aus dem Rohr und sofort nach abstellen der Beatmungsmaske macht sie schon wieder die Augen auf.
Wir beratschlagen uns noch eingehend mit Herrn Dr. Blum. Er zeigt uns verschiedene OP-Methoden auf und rät uns nicht zur üblichen weit verbreiteten Kreuzbandplastik. Lt. seiner Aussage ist diese Methode für Hunde über 15kg die auch noch sehr bewegungsintensiv sind nicht geeignet. Da hier sehr oft Komplikationen bis hin zum erneuten Bänderriss die Regel wären. Er klärt uns über die so genannte "TPLO" auf.
Tibia plateau leveling osteotomy (TPLO) -
neue Behandlungsmethode des Kreuzbandriß beim Hund /A. Kása, F. Kása, G. Kása, C. Kása, Lörrach(veröffentlich mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. Kasa http://www.tierklinik-kasa.de)
Der Kreuzbandriß ist eine der häufigsten Gründe für orthopädische Interventionen beim Hund. Im Gegensatz zum Menschen, bei dem Kreuzbandriß fast immer unfallbedingt sind, sei es beim Skifahren oder beim Fußballspielen, handelt es sich beim Hund in über 80% der Fälle um degenerative Kreuzband(an)risse, die meist während der normalen Aktivität auftreten. Dabei zeigt sich oft ein typisches Krankheitsgeschehen: In der Vorgeschichte werden kurze Lahmheiten in der Hinterhand für 2-3 Tage beschrieben, danach ist wieder für einige Wochen keine Lahmheit festzustellen. Dies sind erste Anzeichen für einen (partiellen) Kreuzbandriß. Darf der Hund dann ohne ausreichende Schonung wieder frei laufen, dann kommt es plötzlich zu einer hochgradigen Lahmheit, meist nach schnellen Drehbewegungen, wie sie beim Toben öfters auftreten. Das vorher geschwächte Band ist jetzt vollständig gerissen und das Gelenk wird instabil. Für ein bis zwei Tage zeigt der Patient eine sehr deutliche Lahmheit, danach wird die Gliedmaße wieder besser belastet.
Diese "Besserung" wird häufig als "Heilung" interpretiert, den Patienten geht es zunehmend besser, aber nach intensiver Belastung kommt es zu einer Verschlimmerung der Lahmheit. Ein weiterer Hinweis auf einen Kreuzband(an)riss ist der "Sitztest" - die Hunde strecken die betroffene Gliedmaße beim "Sitz" zur Seite, da die Beugung des Kniegelenkes Schmerzen verursacht. Die Folge von Kreuzbandanrissen und -rissen ist eine Arthrose im Kniegelenk. Zusätzlich wird oft auch der Meniskus geschädigt.
Die Therapie eines Kreuzbandrisses sollte operativ erfolgen, um einer Arthrosebildung vorzubeugen. In der Vergangenheit wurden zahlreiche Techniken und deren Modifikationen beschrieben, die fast ausschließlich auf einer Vernarbung der Gelenkkapsel beruhen und deren Erfolg meist zwischen 60 und 80% lag. Erst mit den Untersuchungen zum Vorwärtsgleiten des Schienbeines ("cranial tibial thrust") und den Kräfteverhältnissen im Kniegelenk wurden diese traditionellen Therapiewege verlassen.
Die Rotationsosteotomie des Tibiaplateaus (=Tibial Plateau Leveling Osteotomy; TPLO)
wurde von Barclay Slocum, Eugene, Oregon entwickelt, mit dem Ziel, die klinischen Resultate zur Behandlung des vorderen Kreuzbandrisses zu verbessern. Die Idee entstand durch die Erkenntnis, dass das Vorwärtsgleiten der proximalen Tibia, welches beim Tibiakompressionstest auftritt, auch bei normaler Belastung stattfindet. Die Ursache für diese Vorwärtsbewegung ist das nach hinten geneigte Tibiaplateau (Abb. 2). Die beim vorderen Kreuzbandriss auftretende Stützbeinlahmheit, wird unter anderem dadurch ausgelöst, dass beim Vorwärtsgleiten der hintere Anteil des Meniskus gequetscht wird (Abb. 1).
Retrospektiv lässt sich erkennen, dass viele "Misserfolge" vermehrt bei Hunden auftraten, die einen Neigungswinkel des Tibiaplateaus von über 20 Grad haben. Vor allem beim Boxer, Rottweiler und Dobermann, aber auch bei anderen Hunderassen sind diese großen Neigungswinkel zu finden. Bei Hunden mit einem kleinen Neigungswinkel von < 20° (z. B. Windhunderassen, Deutscher Schäferhund) waren Komplikationen deutlich seltener, diese Hunde haben auch gehäuft eine unfallbedingte Ursache des Kreuzbandrisses. zurück
Tip: Zum Lesen nehmen Sie sich lieber Urlaub! zurück
Abb 1: Quetschung der hinteren Meniskusanteils beim Tibiakompressionstest und bei physiologischer Gliedmaßenbelastung
Bei der TPLO wird die Biomechanik des Gelenkes so verändert, dass das Vorwärtsgleiten der Tibia verhindert wird. Dies wird durch einen Knochenschnitt im Schienbeinkopf erreicht, der mit einem patentierten bogenförmigen Sägeblatt durchgeführt und dann durch eine spezielle TPLO-6-Loch-Platte stabilisiert wird (Abb. 3).
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Da es sich bei der TPLO nach Slocum um eine patentierte, chirurgische Methode handelt, werden spezielle TPLO-Seminare durchgeführt, um die optimale Operationstechnik zu vermitteln. Seit 4 Jahren wird in Deutschland diese Operation regelmäßig in ca. 10 Kleintierkliniken durchgeführt.
Nach der Operation wird ein Verband angelegt, der die Wunde schützt. Die operierten Gliedmaßen werden nach wenigen Tagen (1-6 Tage) belastet. Röntgenkontrollen finden routinemäßig nach 6-8 Wochen und 6 Monaten statt, um den vollständigen Durchbau des Knochenschnittes beurteilen zu können.
Die hervorragenden und den traditionellen Operationsmethoden überlegenen Ergebnisse der TPLO bei der Behandlung eines vorderen Kreuzbandrisses sind mittlerweile unbestritten, und auch die Langzeitergebnisse zeigen, dass durch die TPLO eine Arthrosebildung deutlich verlangsamt werden kann. Wird der Patient schon wenige Tage nach den ersten Lahmheitssymptomen operiert, so kann die Arthrose sogar komplett verhindert werden.
Mit der TPLO steht dem Chirurgen eine erfolgversprechende Methode zur Behandlung des Kreuzbandrisses beim Hund zur Verfügung, nach deren Durchführung die Patienten nach kurzer Zeit beschwerdefrei laufen können, und auch die Rückkehr zum Hundesport ist meist wieder möglich.
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Phase 3
06.03.2002 es ist soweit ich fahre morgens um 5.00 Uhr los. Da die Autobahn völlig frei ist bin ich 1 Std. zu früh dran. Ich laufe mit den Hunden spazieren dann ist es soweit. Ich erkundige mich nocheinmal nach den Kernspintbildern. Es wäre alles ok. Ich bleibe dabei bis Montana eingeschlafen ist dann begebe ich mich mit Rikki ins Wartezimmer und lese. Nach 2 Std. drehe ich mit Rikki eine Runde. Im Wartezimmer treffe ich eine Frau deren Hund den gleichen Eingriff hatte.
Sie ist von der Methode überzeugt, dem Hund ginge es schon viel besser, er belaste sogar schon wieder das betroffene Bein. Wieder ein kleines Stück Rückenstärkung für unsere Entscheidung. zurück
Nach über 4 Std. wird Montana aus dem OP gefahren. Ich darf nun zu Ihr ins Zimmer. Ehrlich, das aufwachen war der pure Horror für mich. Montana hat gejault, gejammert
und geschrien - sie war aber noch nicht wacht! Ich hatte echt Sorgen ob Rikki einen Knacks bekommen könnte, da er ja eh immer so stark um Montana bemüht ist wenn´s ihr nicht gutgeht oder sie eine Wunde hat. Aber er ging einmal zu Ihr hin als sie jaulte und ich gehe mal davon aus, daß er registriert hat das sie nicht "da" ist. Dann hat er sich daneben gelegt und geschlafen. Ich wollte lesen, aber bei jedem leisesten Laut bin ich hochgeschreckt.
Um mich selbst aber auch Montana zu beruhigen habe ich dann mit Ihr gesprochen und sie gestreichelt. Wenn sie sehr laut geschrien hat, habe ich eben auch sehr laut ihren Namen gerufen und ihr gut zugesprochen. Ich hatte schon das Gefühl das sie sich dann immer kurzfristig etwas beruhigt hat.
Nach ca. 1/2 Std. begann sie dann langsam ansprechbar zu werden. Dann noch mal ca. 1/2Std. später sind wir dann aufgebrochen. Montana hatte echt starke Schmerzen. Jetzt reagierte Rikki darauf. Um Montana etwas Ruhe zu geben, nahm ich Rikki auf der Heimfahrt mit nach vorne, Montana hatte den Kofferaum für sich alleine. Auf der Fahrt verfluchte ich mehr wie einmal das zuständige Straßenbauamt. Mensch war die Fahrbahn humpelig bei jeder Erschüttung litt ich mit unserer tapferen Maus mit.
Dann endlich es war schon nach 17.00 Uhr waren wir zuhause. Axel kam dann um unseren Spatz nach oben zu tragen. Dann bekam sie erstmal was zum trinken. Es ging ihr mit jeder Stunde schon besser. Zu unserem entsetzten belastete sie bereits am ersten Abend das frisch operierte Bein. Am nächsten Tag ich hatte den Rest der Woche frei genommen um ihr beizustehen (wer ist schon gerne allein wenn´s nicht so gut steht) humpelte sie schon wieder viel zu munter auf 4 Beinen. Es hatte geheißen die erste Woche würde sie das Bein nicht aufsetzen - von wega nicht unsere Montana!
Ich war echt hart dieses Mal, die ersten 6 Wochen gings streng nur an der Leine raus zum Lösen in den eigenen Garten. Nach 6 Wochen mußten wir auch das erste mal zur Nachkontrolle in die Klinik. Dr. Höhner war sehr zufrieden. Ich fragte was das sein könnte, Montanas Naht würde immer wieder Punktweise aufgehen und eitern. Meine TA wußte nicht so recht weiter. Er sagte das wäre kein Prob. Es würde sich um Gelenksflüssigkeit handeln. Ich wieß ihn nochmals daraufhin, daß es sich um richtigen Eiter nicht um klare Flüssigkeit handelte. Egal es wäre Gelenksflüssigkeit, das würde von alleine wieder verschwinden. Als ich dann wegen Kontrollröntgen nachfragte winkte er wieder ab. Er war irgendwie etwas abweisend. Ich fuhr mit einem komischen Gefühl nach Hause.
2 Tage später, Rikki verhält sich wieder etwas rappelig, das macht er immer wenn Montana etwas hat, ich kontrolliere die Naht und entdecke einen herausstehenden Faden. Ich hole eine Pinzette und versuche ihn zu ziehen. Keine Chance das Ding ist jetzt schon gut 3 cm lang und ich merke das es irgendwo am unteren Ende der Naht innen festhängt. Ich bin etwas stinkig, von wegen Gelenksflüssigkeit Montana hat eine Entzündung.
Ich rief meine TA an, sie sagte ich könnte gleich vorbeikommen(es war schon nach 19.00Uhr) also nichts wie los. Sie sah sich das ganze an. Dann holte sie sich zur vorsicht nochmal die Unterlagen der operierenden Klinik die sie als weiterbehandelnder Arzt erhalten hatte. Hier stand absolut nichts von einer Innennaht. Ich war leicht erregt, man hätte uns sagen müssen, daß eine Innennaht notwendig ist. Montana hat schon immer etwas Schwierigkeiten mit Fäden.
Nun es war nicht zu ändern, sie machte sich daran den Faden herauszuziehen. Als wir gute 10cm herausbekommen hatte, gab Sie es auf. Montana hatte starke Schmerzen und dieses Scheiß Ding hing irgendwo fest. Es war ihr zu riskant mit Gewalt zu ziehen. Schließlich wußten wir ja nicht wo das Teil angenäht worden war. Nicht daß wir noch eine Sehne oder einen Muskel beschädigen oder sonst einen Schaden anrichten.
Es wurde vereinbart, daß ich am nächsten Tag(Samstag) in der Klinik anrufe um die Sachlage abzuklären. Somit ging ich unverichteter Dinge wieder nach Hause. Am nächsten Morgen rief ich gleich dort an. Die TA erklärte mir, daß es sich um eine Innennnaht handele und Montana diese leider abstoßen würde. Wir sollten es rauziehen soweit es ginge, da es ansonsten zu großen Iritationen kommen könnte. Und der Fadenrest dann immer Probleme bereiten könnte. Als ich erklärte daß er noch irgendwo festhängen würde meinte sie, ja dann schneiden sie ihn ab und laßen den Rest drinngen. Vorher hatte sie noch erklärt daß alles rausmüsse. Ich sage wiedermal nur TA!!! zurück
Ich entschließe mich es nochmal alleine zu versuchen, da Montana zuhause einfach entspannter ist. Ich hielt an der Stelle an der mann merkte daß es “klemmt” fest und zog langsam an dem Faden. Insgesamt kammen so 15 cm Faden zum Vorschein. Nach 3 weiteren Tagen nochmal ca.5 cm und noch einmal einen Tag später ein Endstück mit lauter kleinen Knoten dran. Nun war auch endlich Ruhe mit dem Eitern, ha Gelenksflüssigkeit von wega!
Ca. 8 Woche ich begann nun langsam die Bewegung zu steigern. Es klappte alles wundervoll ich sah nun echt Licht am Horizont. Nach 12 Wochen gings nochmals zur Nachuntersuchung zu Dr. Höhner. Ich hatte diesmal Axel gebeten mitzukommen. Er sollte mir zur Seite stehen um durchzusezten daß Montana eine Kontrollröntge erhält. Zudem wollte ich einfach den Rücken gestärkt, da Dr. Höhner mich irgendwie daß letzte Mal abgenabelt hatte.
So wir kamen an, wie immer war Dr. Höhner zuanfangs zu den Hunden sehr nett. Rikki will sich diesmal von ihm nicht so richtig anfaßen lassen. Ich rieche schon Lunte! Dr. Höhner fragt mich ob ich zufrieden sei. Ich erkläre ihm, daß mir das ganze schon recht gut vorkomme. Ich jedoch auch nicht wieße, wie es nach dieser Zeit aussehen muß. Daß ich mich daher voll und ganz auf sein Kommentar verlaßen würde, da er ja genügend “Vergleichsmaterial” zur Verfügung hätte. Ich erkläre ihm, daß ich vom Laufbild her sehr zufrieden bin, daß Montana schon wieder in den Trab zurückfindet, immer weniger Paß geht. Aber ich sage auch, daß Montana seit OP das operierte Bein etwas schräg in der Bewegung aufsetzt. Zudem weiße ich daraufhin, daß sie immer noch kein Sitz machen kann und auch im Stand absolut 0 belastet. Setzte aber gleich abschwächend hinzu, daß ich ja nicht weiß ob dies zu diesem Zeitpunkt die Regel ist.
Dr. Höhner wirkt nun etwas eingeschnapt. Wie gehen nach draußen ob das Gangbild vorzuführen. Ich weiße ihn nochmals auf die Schräge Beinstellung hin. Ja er sieht es. Nun kommt er bei mir völlig falsch. Er sagt, ja wießen sie, ihre Hündin hat o-Beine. Das hätte er im OP nicht gesehen. Entschuldigung aber dazu ist er da sowas zusehen, dann hätte er das Bein auf das andere abstimmen müssen. Aber nicht destotrotz Montana hat und hatte nie O-Beine. Da hat wohl einer einen Bock geschossen. Er merkt das ich damit nicht zufrieden bin. Wir gehen rein. Er meint ja sie bräuchte noch mal was, dreht sich um und haut ihr ruckzuck eine Spritze rein.
Dann steht er auf, geht zur Tür und verabschiedet sich. Wir stehen auch auf. Er sagt so daß wäre es von ihm aus gewesen. Axel und ich schauen uns an. Er ist schon im weggehen. Ich rufe ihn zurück. Erkläre ihm, daß ich das nicht ganz verstehe, was heißt das wars von ihm aus - woll doch nur für den heutigen Tag oder? Nein wir müßten nicht mehr kommen. Er wäre mit Montana fertig. Wir äußern unseren Wunsch nach sonst ja wohl normalerweise üblichen Kontrollröntgen. Er blockt total ab. Das wäre nicht nötig, es wäre alles in Ordnung und schwups weg ist er.Ziemlich pikiert zahlen wir an der Rezeption unsere Rechnung und fahren völlig verunsichert nach Hause. Ob hier woll nicht etwas stinikt?
Ca. 6 Wochen später, Montana gings echt super, alles spitze nur das mit dem Sitz und der Belastung im Stand klappt noch nicht. Es sind nur noch ein paar Tage vor unserem Wohnmobilurlaub in Frankreich. Ein ungutes Gefühl schleicht sich bei mir ein. Meine Freundin Marietta meint, es sähe doch alles super aus. Ich sage ja, aber da kommt was, mir ist echt übel. Dann Dienstag auf dem Hundeplatz wieder sage ich da zieht etwas auf, es wird wieder schlechter. Ich kenne Montana sie ist im Verhalten reduziert, ist wieder etwas ängstlicher und nun, auch Marietta bemerkt es. Montana begrüßt sie fast gar nicht, daß ist nicht normal. Sonntag darauf Montana steht aus dem Platz auf. Sie lahmt nicht nein, aber sie hat einen irgendwie unsicheren Gang. Meine Alarmglocken schrillen. Die nächsten Tage ist nichts mehr zu bemerken.
Dann geht es ab in den Urlaub. Die Hunde sind quitschfiedel alles ist super. 10 Tage einfach toll. Wir sind wieder zuhause und machen eine Einkaufstour. Montana kommt nach der Fahrt aus dem Auto. Nein ich habs doch gewußt. Sie steht auf 3 Beinen, daß operierte wird wieder die ersten Schritte nicht mehr belastet. Wir sind voll fertig.
Am nächsten Tag, haben wir einen Termin bei einem sehr guten TA Richtung Würzburg. Wir klären ihn über die vorhergegangene Behandlung auf. Er untersucht Montana. Ziemlich lange zieht er an ihrem Bein herum. Nun kommt Rikki wieder zum Einsatz, versucht sich dazwischen zu drängen. Montana hat sichtlich schmerzen, hält aber wie immer super lieb still. Dann wird geröngt. Ich sitze wie auf Kohlen. Ich könnte vor lauter Angst echt K... zurück
Dann es ist soweit er zeigt uns die Bilder. Dann der Schock er sagt hier ist nichts mehr zu machen. Das Knie wäre völlig hinüber. Wir sind völlig im Schock. Er schimpft nun voll über die OP-Methode. Erklärt uns dann, daß noch keinerlei Knochenwachstum zu sehen sei. Es würde nicht heilen. Zudem würde sie das Metall nicht vertragen und es hätte sich eine extrem starke Arthrose gebildet. Er zeigt uns cm große Anknöcherungen. Ich frage was nun zu tun sei. Er sagt das Metall müsse raus. Aber ehrlich gesagt hätte er nichts dagegen, wenn wir woanders hin gingen. Es wäre für ihn keine gute Reklame dies zu operieren. Der Hund würde immer Schmerzen haben, das gäbe für ihn kein gutes Bild ab. Am liebsten würde er nur Hunde operieren die einen frischen Kreuzbandriß hätten, da wäre die Heilungsaussicht am besten. Zudem würde vermutlich der Knochen auseinanderbrechen nach dem Momentanen Stand der Dinge.
Ich bin echt entsetzt. Heule in der Praxis Rotz und Wasser. Ich weiß echt nicht mehr weiter. Als ich mich beruhigt habe fahren wir nach Hause. Ich telefoniere mit Marietta. Sie ist voll entsetzt. Dann sagt sie mir, daß ihre Arbeitskollegin Kontakt zur Uni München hat. Sie könnte mir vielleicht schnell einen Termin besorgen. Gesagt getan, Petra vereinbart noch in der selben Woche einen Termin in München. Wir besorgen sämtliche Röntgenbilder von vor und nach OP. Dann geht es ab nach München.
Hier schaut man sich die Bilder an. Dann wird Montana nochmal geröngt. Es wäre soweit alles völlig ok. Alles wäre sehr gut verheilt. Das Metall könne sofort entfernt werden, die Kalusbildung wäre optimal erfolgt. Uns fällt schon mal ein Felsen von der Brust. Ja woher die Schmerzen. Sie erklären uns, daß vermutlich die Menisken Terror machen. Das einfach bei vielen Hunden das einschneiden der Menisken nicht ausreichen würde. Sie bestätigen uns, daß die TPLO für unseren Hund die richtige Wahl war. Wir sollten jedoch so schnell wie möglich das Knie eröffnen und die Menisken entfernen lassen. Auch sollte das Metall entfernt werden um einer weiteren Arthrosebildung entgegen zu wirken. Dann werden wir gefragt warum Montana ein Geschirr trägt. Ich stutze, erkläre daß mir das wegen der OP lieber wäre und ich mich zwischenzeitlich so daran gewöhnt hätte, daß ich es nicht mehr anders wolle.
Tja dann der Schocker. Ja wir sollen es auf jeden Fall auch so belassen. Die TA klärt uns auf, daß die Uni unteranderem bei Dobermännern Studien durchführt über den Woobler bzw. Spondylose. Und naja man hätte eben auch Montana kostenlos geröngt. Sie hätte eine Disposition zum Woobler. Wieder ein Schock. Aber erstmal müssen wir das andere in den Griff bekommen.
Wir vereinbaren bereits für die darauffolgende Woche einen Termin. Normal wäre hier unser Urlaub schon rum. Aber ich schaffe es freizubekommen. Axel leider nicht, ich werde alleine nach München fahren. In München müssen die Tiere normalerweise jedoch 1 Tag über Nacht bleiben. Wir weigern uns, entweder wir dürfen sie sofort wieder mitnehmen oder wir lassen sie nicht operieren. Nur auffgrund der Beziehungen unserer Begleitung gehen sie letztendlich darauf ein.
Mittwoch Ende Juli 2002 es ist soweit ich fahre morgens wieder um 5 Uhr los. Komme gut durch. Leider ist es hier nicht möglich bis zur Narkose dabeizubleiben. Es wird nocheinmal alles durchgesprochen. Ich gehe mit Rikki in den Münchner Park. Er schließt ja unmittelbar an die Uni an. Den ganzen Tag vertreibe ich mir so mit Rikki und anderen Hunden. Endlich ca. um 12.00Uhr klingelt mein Handy. Die Klinik ist dran. Ja Montana wäre schon langsam wieder am aufwachen um 14.00 Uhr könne ich sie holen.
Ja die OP wäre gut verlaufen. Jedoch hätten sie gedacht sie wären im falschen Film. Ich erschrecke. Sie erklärt mir, daß Montana weder ein defektes Kreuzband noch defekte Menisken hätte. Auch hätte sie nur geringstfügigste Arthrose. Aber alles weitere würden wir nacher besprechen.
Mensch die Zeit vergeht jetzt aber gar nicht mehr. Möchte endlich zu unserer kleinen Knallmaus. Endlich es ist soweit. Ich darf ins Behandlungszimmer. Die TA lacht sagt, na da sind wir ja froh diesen Schreihals endlich loszuwerden. Die schreit schon seit Stunden in ihrer Box. Montana freut sich wie Tier mich zu sehen. Nun muß ernstes besprochen werden. Sie bestätigt nocheinmal das Telefonat. Dann wird extra nochmal der operierende Proffesor hinzugezogen. Er bestätigt alles. Ich frage ja und nun? Woher kommen dann die Schmerzen? zurück
Ehrlich gesagt wüßten sie das im Moment auch nicht so recht. Man hofft das es eine Unverträglichkeit auf das Metal ist und diese wäre ja nun entfernt. Sollte es in 4 Wochen nicht besser sein. Solle ich mich nocheinmal melden. Dann müßte abgeklärt werden ob hier vielleicht doch der Woobler mit im Spiel ist.
Ich fahre mit Montana nach Hause. Verdammt hat Sie Schmerzen. Auf der ganzen Fahrt schreit sie immer wieder auf. Ich muß einfach heulen. Was tun wir ihr nun an. Alles völlig umsonst. Ich kann es echt nicht fassen. Auf wen kann man sich auf dieser Welt überhaupt verlassen - super Kernspintomographie!!
Die nächsten Tage leiste ich Montana seelischen Beistand. Liege die meiste Zeit eng an sie geschlungen im Bett. Wiedereinmal verträgt Montana die Nähte nicht obwohl diesesmal extra die bestverträglichen Fäden genommen wurden - ich meine es waren Seidefäden. Bereits nach 3 Tagen sieht die Naht schrecklich aus. Ist dickangeschwollen und wahnsinnig schmerzhaft. Die Fäden schneiden cm tief in die Wunde ein. Ich rufe meine THP an und fahre zu ihr. Ich solle mit Calendula spülen. Das tue ich dann auch. Es wird nicht besser. zurück
Nach 5 Tagen betrachte ich mir die Naht eingehend unter der Lupe. Soll ich das Risiko eingehen oder nicht. Ja es sieht aus als würde es schon halten. Montana hat ja bekanntlich eine gute Heilungstendenz. Nach der Kastration die durch das Tierheim vorgenommen wurde, mußten wir die Fäden auch bereits nach 3 Tagen ziehen. Also ich ziehe Montana jeden 2 Faden. Sie hat dabei wahnsinnige Schmerzen. Trotzdem läßt sie es mich machen. Dann nehme ich sie in den Arm und schlafe mit Ihr. Am nächsten Morgen sind die Stellen an denen ich die Fäden gezogen habe, keine Schwellung mehr vorhanden. Und die Naht hat gehalten. ich laße Montana raus. Immer noch hat die Naht gehalten.
Aber an den übrigen Fäden sieht es einfach schrecklich aus. Sie versucht auch ständig wegen der Schmerzen daran herumzumachen. Ich entschließ mich die restlichen auch noch zu ziehen. Gesagt getan. Ich mache mich an die Arbeit. Aber es ist noch schwieriger wie am Abend zuvor. Teilweise komme ich gar nicht an die Fäden heran, da sie bis zu 2 cm tief im Fleisch einschneiden. Diesmal muß Axel helfen Montana zu beruhigen. Doch leider kann er es nicht ertragen sie so leiden zu sehen. Ihm wird schlecht. Wir überlegen was zu tun ist. Er möchte sie sie unter Narkose gezogen werden. Er hat leider keine Zeit mehr muß weg zur Arbeit. Ich sitze nun da und zermartere mir den Kopf. Dann renne ich hoch zu den Schwiegereltern. Diese haben eine ganz kleine feine Schere die an der Spitze nur wenige mm dick ist. Mit dieser versuche ich es nun nocheinmal und zum Glück es funktioniert.
Ich habe alle Fäden gezogen. Natürlich habe ich ein ungutes Gefühl, was wenn die Naht nicht hält. Ich tape die Naht zusammen, damit sie so einen zusätzlichen Hat hat. Montana hält super still, sie ist einfach eine tapfere kleine Maus.
Tja die Zeit vergeht. Die 4 wochen sind um keinerlei Besserung. Montana kommt nur noch schwer hoch. Kann das rechte Bein dafür fast nicht mehr verwenden. Ich rufe an. Ich bekomme nun Frau Matis persönlich zu Sprechen. Achja in der zwischenzeit haben wir die Kernspintbilder nach München geschickt. Dort wurden sie angeschaut und dann noch einem absoluten Speziallisten ausserhalb des eigenen Hauses zur Ansicht vorgelegt. Keiner kann auf den Bildern auch nur die Andeutung eines Kreuzbandrißes und/oder defekten Menisken entdecken.
Sie schaut sich alles nochmal an. Dann meint sie, daß die Schmerzen einfach von der doch recht starken Arthrose herrühren würden Ich horche auf, frage nach. Ja doch starke Arthrose. Ich sage, hm da muß ein Irrtum vorliegen. Nach OP wurde doch ausdrücklich gesagt sie hätte nur geringstfügige Arthrose. Ja das muß wohl ein Übermittlungsfehler gewesen sein. Okay lasse ich erstmal so stehen. Sie möchte Montana selber sehen, da sie auf Woobler spezialisiert ist. Wir vereinbaren gleich die nächste Woche wieder einen Termin. Ich fahre mit Axel hin. Sie untersucht sehr genau. Macht zik Tests. Nein, wir können beruhigt sein. Dieser Hund hat absolut keine Probs mit den Halswirbeln. Man könne eindeutig sagen, der Schmerz sitzt im Knie.
Wir haben uns die letzten Wochen wiedereinmal stark mit Goldakupunktur auseinandergesetzt. Nachdem Dunja der DSH meiner Schwägerin durch extreme HD und fortgeschrittene Spondylose keine großen Lebensaussichten mehr gehabt hatte. Sie wurde von Dr. Rosin aus Berlin punktiert. Und es hat super angeschlagen. Sie hat keinerlei Probleme mehr.
Wir sprechen auf Frau Prof. Matis darauf an. Wie man sich denken kann ist sie nicht gerade begeistert davon. Sie erklärt uns, daß man mit weniger Geld Schmerzmittel zufüttern könnte und damit den gleichen Effekt hätte. Ja wirklich Axel kann es bestätigen. Im Grunde genommen hat sie zugegeben, das Akupunktur hilft. Sie klärt uns über die Möglichkeit einer Knieprothese auf. Sie arbeite mit einem Arzt aus Chicago zusammen, der Knieprothesen für Hunde entwickelt hat. Es wäre neben Schmerzmittel die einzige Chance für Montana. Sie hätte einen Hund bei dem Sie das schon einmal durchgeführt hätten, er könnte wieder Stunden am Tag laufen.
Man könnte im November vermutlich den OP-Termin mit ihm vereinbaren, da er zu diesem Zeitpunkt in Deutschland weilen würden. Außer den Materialkosten würde nichts auf uns zukommen. Wir stutzten. Sind der Sache schon ziemlich abgeneigt. Man vereinbart, daß´sie unverbindlich Kontakt aufniehmt.
Wieder zuhause besprechen wir das ganze. Nein eine Knieprothese kommt momentan nicht für uns infrage. Das wäre wirklich der allerletzte Schritt. Zudem haben wir keine Lust Montana als Versuchskaninchen herzugeben und nichts anderes wäre es gewesen. Also nehmen wir nun Kontakt mit Dr. Rosin auf, es wird so einiges besprochen. Dann steht der Termin.
Frühjahr 2002 wird sind in Berlin angekommen. Am nächsten Tag (Samstag) hat Montana ihren Termin bei Dr. Rosin. Er macht einen total netten und vorallem kompetenten Eindruck. Sie wird von Kopf bis Fuß untersucht. Dann geht es raus, Gangbild anschauen. Ich muß recht lange in verschiedenen Tempi mit ihr laufen. Dann geht es wieder nach drinnen. Er weißt uns daraufhin daß Montana ein äußerst schwieriger Fall sei, da das Knie durch die 2 Eingriffe ziemliche dimensionen angenohmen hatte. Er könne uns nicht versprechen, daß er es in unserem Fall hinbekommt. Das war uns egal, es war eine Chance die wir nutzen wollten.
Nun kommt Montana auf den Behandlungstisch. Eine leichte Schlummerspritze wird verarbreicht. Dr. Rosin beginnt nun mittels Pulstechnik die “Schmerzpunkte” zu ertasten. Dazu greift er an bestimmte Punkte, wird der Puls(Seiner) schneller hat er eine Schmerzzone ertastet. Nun wird getestet welches Metal bei Montana wirkt - silber oder Gold. Bei Silber schlägt es nicht an, bei Gold wird der Puls langsam. Ich habe meine Finger auch an seinem Puls um es mitzubekommen. Sobald nun die Goldteilchen an der Stelle angebracht sind, ist der Puls normal.
Nun wird jeder sagen, daß ist doch Humbug, ich habe ehrlich gesagt am anfang auch nur gelächelt, aber ich wußte ja durch Dunja das es funktioniert hat. Nun sagte er, seiner Einschätzung nach wäre ich sehr feinfühlig, ich solle es doch mal selber versuchen. Also habe ich meinen eigenen Puls gesucht. Er faßte dann Montana an. Ehrlich Leute ich habe sogar extra weggeschaut, wußte nie wann er wo hinfaßte und mein Puls hat sich beschleunigt wenn er eine auslösende Stelle gefunden hatte. Ich sah dann ja auch nicht ob er wieder wegging oder ob er ein Goldteilchen drauflegte, aber mein Puls merkte es immer, er beruhigte oder beschleunigte sich je nach Situation. Axel ist wiedereinmal zeuge, er hat ja zugesehen und zugehört wenn ich meine Kommentare dazugab.
Als wir fertig waren durften wir mit der Zusage Dr. Rosins auf weiter Patienten warten, die das gleiche Prozedere schon hinter sich hatten und zur Kontrolle vorbeikommen wollten. Als erstes kam ein sehr alter Riesenschnauzer, die Leute waren nur begeistert. Der Rüde hatte noch 4 Wochen vorher nicht mehr aufstehen geschweige denn laufen können. Bereits seit Jahren wäre er keine Treppen mehr gelaufen. 2 Wochen nach der Akupunktur hätte er sie im Schlafzimmer das sich im 1 Stock befindet, besucht. Der Bursche war sowas von munter und fit, ich kann euch sagen meine Hoffnungen stiegen. zurück
Als nächstes kam eine American Staff. Hündin. Mensch war die Übergewichtig. Achja normalerweise behandelt Dr. Rosin keine übergewichtigen Hunde. Aber diese Hündin hatte anscheinend schon sehr stark abgenommen als ich sie gesehen habe. Diese Hündin hatte einen Kreuzbrandriß. Hier hatte Dr. Rosin nur durch einen Goldstift im Ohr der Hündin geholften. Wir waren guter Dinge. Dr. Rosin fragte uns dann ob wir Lust hätten gemeinsam den Abend zu verbringen. Natürlich waren wir das. Also holten wir ihn abends zum Essen ab.
Er führte uns in eine alte Burg, dort genießen wir ein Rittermahl. Es war wirklich fantastisch. Hier war absolute Gaudi angesagt. Musikanten spielten und es wurde Burgspiele gemacht. Mit Dr. Rosin konnte man sich super ernsthaft unterhalten. Dieser TA ist sowas von offen in keiner Richtung irgendwie verklemmt. Erst spät am Abend verabschiedeten wir uns voneinander.
Am nächsten Tag fuhren wir wieder nach Hausen. Nun hieß es abwarten. Leider scheint sich nichts zu tun. Ich vereinbare einen Termin mit meiner THP. Dort verbringen wir geschlagene 2,5Std. mit dem Erstgespräch. Nach 1 woche bekomme ich Montanas Mittel zugestellt. In Sachen Schmerzen ändert sich leider noch nichts. Montana scheint etwas selbstsicherer zu werden. Wir warten ab.
Herbst 2002 Dr. Rosin kommt nach Süddeutschland, wir fahren hin und lassen an einer Stelle noch einmal nachpunktieren. Leider hilft es Montana auch diesesmal nicht. In Würzburg findet ein Vortrag über chinesische Akupunktur, klassische Homöophatie, Magnetfeldtherapie und Blutegeln statt. Ich nehme mit Marietta daran teil. Es keimt wieder Hoffnung in mir auf. Wir entschließen uns dann im Dezember unter Absprache mit meiner THP es mit Blutegeln zu versuchen. Trotzdem wird sie neu reppen und mir die Tage ein neues Mittel zusenden. Also vereinbaren wir in WÜ einen Termin. Montana wird untersucht und bekommt dann an 2 Stellen einen Egel angesetzt.
Nachdem die zwei dann abgefallen sind, werde ich noch daraufhingewiesen daß dies nun noch einige Zeit nachbluten wird. Ok ich denke mir nicht gerade viel dabei. Laße Montana aufstehen, boa sabbert das raus. Rikki weiß gar nicht mehr wo er noch lecken soll. Wir bringen Montana ins Auto. Marietta die mich begleitet hat, wird es vom vielen Blut schon ganz mulmig. Wir ziehen wirklich eine richtige rote Spur wo wir laufen.
Ich setzte Mariette zuhause ab und fahre nach Hause. Ich habe nun bereits 1 Std. Fahrt hinter mir. Montana hüpft aus dem Kofferraum, es ist alles voller Blut. Montana hat vom vielen wegschlecken schon eine ganz rote Schnauze. Es läuft immer noch in einem kleinen aber stehten Rinnsal das Bein hinunter. Ich gehe die Treppen zu unser Wohnung hoch. Die wenigen Minuten die es dauert die Haustüre aufzuschließen bilden sich schon kleine Blutseen vor der Tür. Ich gehe mit ihr rein und wickle ein Handtuch um das Bein. Axel kommt nun dazu. Das Handtuch ist in kürzester Zeit durchgeblutet. Axel hat Panik, es ist ihm zuviel Blut, hat Angst das Montana verbluten könnte. Auch ich bin nun ziemlich verunsichert. Aber die THP hat ja gesagt das es Blutet.
Wir wickeln 2 dicke Handtücher um das Knie und gehen mit Montana zu Bett. Nun muß ich mich um Rikki kümmern. Der arme Kerl ist voll durch den Wind, er versucht verzweifelt Montanas Knie sauber zubekommen, aber es kommt immer wieder Blut nach. Ich schnappe mir den kleinen Fritz und stecke ihn bei mir unter die Decke da beruhigt er sich dann. Die ganze Nacht schaue ich immer wieder nach unserer Maus. Es blutet immer noch. Zwischendurch hole ich ihr Wasser, da das lecken des vielen Blutes sicherlich durstig macht. Sie schlappert dankbar.
Bis zum Morgen läuft dann nur noch wenig Blut. An diesem Tag schone ich Montana etwas obwohl sie eigentlich fit wie ein Turnschuh ist. Am nächsten Tag es es dann wieder Gassi. Rikki will mit Montana spielen. Auf einmal schreit sie laut auf, klemmt den Schwanz ein und versteckt sich bei mir vor Rikki. Der arme Kerl weiß gar nicht wie ihm geschieht. Montana läuft nur noch dicht neben mir, sobald Rikki in unsere Nähe will, bekommt sie Panik. Ich locke sie mit Spielzeug und versuche sie abzulenken. Gerade als sie wieder etwas lockerer wird und sogar wieder neben dem glücklichen Rikki herläuft schreit sie auf einmal wieder auf, hebt das rechte bein kurz an und versteckt sich wieder hinter mir. zurück
Ich bin total verzweifelt, weiß nicht was sie hat. Auch Rikki ist voll verunsichert. Sie hat deutlich Angst vor ihm. Ich gehe nach Hause. Hier renkt sich alles wieder ein Montana geht es wieder gut. Am nächsten Tag es ist der 22.12.2002 mein Geburtstag ich gehe in der Mittagspause wie üblich mit den Hunden gassi geschieht wieder das gleiche. Rikki will mit Montana spielen. Sie hüpfen etwas durch die Gegend und da auf einmal ein Schrei. Doch diesmal hat Montana solche Schmerzen sie geht das erste mal in Ihrem Leben auf Rikki los. Ich sage zu ihr sie soll in lassen und sie hört zum glück auch sofort auf. Man merkt ihr an, daß es nur die Schmerzen waren, die sie diese Handlung ausführen ließ. Sie ist nun völlig daneben, knurrt Rikki nur noch an und bewegt sich keinen mm mehr von mir weg. Ich schnappe sie und fahre nach Hause. Sie hat schmerzen und ist völlig verängstigt.
Zum Glück Axel hat ja schon Urlaub. Ich renne in die Wohnung muß einfach heulen. Montana geht es so schlecht. Rikki darf gar nicht mehr in Ihre Nähe kommen. Sie ist völlig durcheinander. Ich rufe sofort die THP an. Bin eh die Tage schon etwas sauer da sie mich wiedereinmal seit über 2,5 Wochen auf das Mittel für Montana warten läßt obwohl es ihr doch nicht gut geht. Ich sage ihr am Telefon, daß wenn ich bis heute abend nicht ein Mittel bekomme, Montana leider Rimadyl bekommen muß. Sie verspricht mir bis abends ein mittel zusammen zustellen. Wir fahren abends hin und holen es ab. Montana bekommt sofort ihre Globuli. Diesmal 2 versch. Mittel. Eins frühs eins abend. Am nächsten Tag geht es Montana schon wieder besser. Sie läßt Rikki wieder an sich ran und ist nicht mehr so verwirrt.
Im Laufe der nächsten Tage wird Montana schmerzfrei. Vielleicht etwas schwerfällig noch im aufstehen und eine minimale lahmheit ok. Aber gegen die letzten jahr zuvor geht es ihr nun blendend. Nach 2 Wochen soll ich die Mittel nur noch 2 tägig geben. Nach 4 Wochen dann absetzen. Das war ein Fehler, Montana geht es wieder wie früher. Ich soll ihr wieder die Mittel geben. Verdammt sie schlagen nicht mehr an. Von der THP kommt nicht mehr viel rüber. Ich habe das Gefühl sie weiß nicht mehr weiter.
Montana geht es schlechter wie eh und jeh. Ich bekomme einen Tipp für einen wirklich herausragenden Homöopathen in der Nähe von Würzburg. Das Problem wäre nur, daß er vermutlich nicht mehr praktiziere. Ich schicke ihm eine Bittmail. Er schreibt zurück ich solle ihn doch abends mal anrufen, dann könne man sich unterhalten und er würde dann entscheiden. Gesagt getan, ganz aufgelöst rufe ich ihn abend an, er sagt daß er behandeln würde und läßt mich kurz das Grundlegende erklären.
Auf einmal muß er laut lachen und fragt mich ob es sich bei dem Patienten um einen Menschen oder ein Tier handeln würde. Ich bin etwas irritiert und sage einen Hund. Er lacht wieder und erklärt mir, daß er schon seit vielen Jahren keine Tiere mehr behandeln würde sondern nur noch Menschen. Aber er erklärt sich bereit Montana zu therapieren.
Gesagt getan wir vereinbaren daß ich erstmal alles schriflich niederbringe und es ihm zusende. Auch Bilder von Montana lege ich bei. Sollte sich für ihn so schon ein klares Bild ergeben, bräuchte ich nicht vorbeikommen, daß würden wir dann später mal bei einem Spaziergang nachholen. Gesagt getan ich schreib ihm alles nieder und schickte es ihm zu. Bereits 2 Tage später erhielt ich seinen Anruf und er teilte mir mit für was er sich entschieden habe.
Nun was soll ich sagen, daß war Anfang Februar 2003 als ich dies hier vollendet habe, schrieb sich der 16.08.2003 Montana ist seit Februar völlig schmerzfrei. Mal davon abgesehen daß sie sich gerade vor 2 1/2 Wochen eine Kralle inkl. Innenleben gezogen hat. Sie belastet das Bein wieder normal, hat in den letzten Monaten rechts wieder Muskulatur aufgebaut. Auch im Stand belastet sie das Bein wieder besser. Einzig Sitz kann sie nicht richtig machen. Aber dies ist leider durch die Sch.. OP bedingt. Sie kann springen und toben und hat trotzdem danach keine probs mit aufstehen oder lahmen. Ich habe sie sogar einige Male wieder beim THS mitmachen lassen. Wir nehmen dann einfach nicht soviele Sprünge um es nicht herauszufordern aber auch danach hat sie keine Schwierigkeiten mehr.
Ich bin für jeden einzelnen Tag, jede einzelne Stunde die Montana ohne Schmerzmittel (ich meine mit Schmerzmittel Dinge wie Rimadyl/Metacam) leben kann dankbar. Es sind einfach Tage die keine Nebenwirkungen mit sich bringen. Tage die nicht die Niere, Leber, Magen schädigen. Und all dies würden eben obige Mittel tun. Montana wird diesen September erst 6 obige Medikamente wären in diesem alter ihr verhängnis.
Achja noch als kleine Nebenbemerkung: Wir haben sämtliche Röntgen- und Kernspinbilder zu Dr. kasa (http://www.tierklinik-kasa.de)geschickt er hatte sich nach einem sehr interessanten freundlichen Telefongespräch bereitwillig bereiterklärt sich Montanas Fall unvoreingenommen anzusehen. Was soll ich sagen, lt. Dr. Kase hat Montana so gut wie keine Arthrose. Er war ehrlich, er konnte nicht sagen woher diese Sympthomatik kommen könnte. Auf jeden Fall weder vom Kreuzband, weder von der vorgenommenen TPLO und vorallem auf keinen Fall durch Arthrose.
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Abb 2:
Neigungwinkel
des Tibiaplateaus (A)
zur Knochenachse (B)
Abb 3:
Rotation des Schienbeinkopfes durch einen bogenförmigen Knochenschnitt und Fixation mit einer TPLO-Platte nach Slocum
Abb 4: Kontrollröntgenaufn ahme nach 36 Monaten - keine Zeichen für Arthrose sichtbar
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